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LAUFRÄDER / RUTSCHER

Das Laufrad als Ursprungstyp des Fahrrades

Laufräder werden heutzutage speziell für die Verwendung durch Kinder hergestellt. Historisch gesehen stellt das Laufrad den Ursprungstyp des Fahrrades dar, denn Karl Drais meldete ein solches zum Patent an. Aus dem von ihm als Laufmaschine bezeichneten Fortbewegungsmittel hat sich das moderne Fahrrad in seinen vielfältigen Varianten entwickelt, während unter einer Draisine heutzutage nahezu ausschließlich ein durch Muskelkraft angetriebenes Schienenfahrzeug verstanden wird. Kinderlaufräder besitzen ebenfalls eine lange Tradition, da sie kurze Zeit nach der Erfindung des Laufrades für Erwachsene angefertigt wurden. Heute stellen sie die einzigen erhältlichen Laufrad-Varianten dar. [weiterlesen]



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Erleichtern Kinderlaufräder das Erlernen des Fahrradfahrens?

Ob Kinder, die früh ein Laufrad benutzt haben, beim Erlernen des Fahrradfahrens nennenswerte Vorteile genießen, wird kontrovers diskutiert. Nachteilig wirkt sich die Fortbewegung mittels eines Laufrades in keinem Fall auf die spätere Fähigkeit zum Fahrradfahren aus. Es ist sinnvoll, die Laufrad-Benutzung losgelöst von der Verwendung anderer Zweiräder zu sehen. Wichtiger ist ohnehin, dass den Kindern die Fortbewegung mit ihren Laufrädern Spaß macht. Zugleich schult das Laufrad den Gleichgewichtssinn des Kindes. Die meisten Familien nutzen Kinderlaufräder in einem Alter ab zwei Jahren bis zur Einschulung. Diese Regel muss nicht strikt umgesetzt werden. Wenn Schulkinder weiterhin Spaß an der Nutzung ihrer Laufräder haben, spricht nichts dagegen, dass sie mal das Kinderlaufrad und mal das Fahrrad verwenden. Auch weitere Fortbewegungsmittel wie ein Tretroller und ein Tretauto stellen sinnvolle Ergänzungen zur Verwendung von Fahrrädern und Laufrädern dar.

Moderne Kinderlaufräder

Nachdem das Laufrad lange Zeit zwar nicht in Vergessenheit geriet, aber ausschließlich als historischer Vorläufer des Fahrrades angesehen wurde, erlebte es während der 1990er Jahre eine Renaissance als Fortbewegungsmittel für Kinder. Die modernen Laufräder wurden ursprünglich aus Holz angefertigt, inzwischen sind sie auch aus zahlreichen weiteren Materialien einschließlich Aluminium erhältlich. Das Prinzip der Fortbewegung ist bei den modernen Laufrädern dasselbe wie beim Ursprungsmodell: Der Nutzer eines Laufrades stößt sich abwechselnd mit beiden Füßen ab. Er kann zwischen dem Rahmen stehen oder den Sattel zum Sitzen verwenden. Die modernen Laufräder verfügen über eine Lenkung mit Nachspiel sowie über mindestens eine wirksame Bremse. Zwei getrennte Bremsen sind bei Kinderlaufrädern nicht vorgeschrieben, aus Sicherheitsgründen jedoch empfehlenswert.

Der Straßenverkehrsordnung zufolge gelten die Nutzer von Laufrädern rechtlich als Fußgänger. Da Kinder in dem Alter, in dem sie Kinderlaufräder verwenden, ohnehin auch mit einem Fahrrad auf dem Bürgersteig fahren müssen, wirkt sich diese Einstufung in der Praxis kaum aus.

Der Unterschied zwischen Laufrädern und Tretrollern besteht in der abweichenden Art der Fortbewegung. Bei der Nutzung eines Tretrollers steht das Kind auf dem Brett des Fortbewegungsmittels und stößt sich mit einem Fuß ab. Der gelegentliche Fußwechsel ist beim Tretroller-Fahren möglich, die meisten Kinder nutzen jedoch ausschließlich ihren stärkeren Fuß. Die Fortbewegung mittels eines Laufrades ahmt hingegen die Fortbewegung beim Gehen einschließlich des abwechselnden Auftretens mit beiden Füßen nach.

Die Reifen der Kinderlaufräder können wie klassische Fahrradreifen aus Gummi oder aus PU-Schaumstoff bestehen. Der Schaumstoff erhöht den Rollwiderstand, was bei Kinderlaufrädern aufgrund der geringen Distanzen und der niedrigen Geschwindigkeiten nicht als Nachteil angesehen wird, und müssen zudem nicht aufgepumpt werden. Ein Plattfuß ist bei Laufrädern mit Reifen aus PU-Schaumstoff ebenfalls ausgeschlossen.